Anzeigen


W3C-Validator

Hausbau 2005

Unsere Erfahrungen und Erlebnisse beim Bau unser Doppelhaushälfte in Bergkirchen

Der Wunsch zum Bau des eigenen Hauses war bei mir und Carina eigentlich immer schon da. Nachdem uns unser Finanzberater durchgerechnet hatte, was auf uns an Kosten zukommen würde, bzw. was das Haus kosten darf, ist der Plan immer konkreter geworden. Zu diesem Zeitpunkt ist für uns es dann immer realistischer und denkbar geworden, das Wagnis Hausbau einzugehen. Zunächst war eigentlich der Wunsch ein vorhandenes Haus zu kaufen in der näheren Umgebung. Wir wollten uns damit eigentlich den grossen Ärger ersparen, der beim Bau eines Hauses unweigerlich kommt. Als wir aber verglichen haben, was wir für das Geld bekommen können, was wir ausgeben wollten, war klar, es rentiert sich eher etwas selbst zu bauen, als ein teures altes Haus zu kaufen. 2005 war zugebener Massen auch ein echt günstiger Zeitpunkt fürs Bauen, der so schnell nicht wiederkommen wird. Da haben wir nur gedacht, jetzt oder nie. Ich sage nur Eigenheimzulage, niedrige Zinsen, Einheimischenmodell in Bayern, Mehrwertsteuererhöhung.
Dann war die Frage, nach dem Typ des Hauses. Hier sollte es eigentlich von Anfang an ein Fertighaus sein der höheren Qualität. Leider mußten wir feststellen, dass die Preise von einem Fertighaus in der Regel um die 10 bis 20 Prozent höher lagen, als die von den Massivbauern. Ausserdem ist uns bei der Recherche nach dem richtigen Bauträger sauer aufgestossen, dass die Fertighausbauer durch die Bank immer mit sehr verdeckten Zahlen gearbeitet hatten. Sprich die Angebote waren sehr unpräzise. Teilweise wurde uns ein handschriftliches Stück mit einer Endsumme vorgelegt, das wir unterschreiben sollten. Ein anderer Fertighausbauer hat uns regelrecht telefonisch terrorisiert. Schlecht war bei den Fertighausbauern auch, dass kleine Abweichungen vom Standardhausplan grosse Preisaufschläge verursacht haben. z.B Gauben und Erker haben zum Massivbauer locker das Dreifache gekostet. Den Standardgrundriss, den die Fertighausplaner für ihre günstigen Angebote voraussetzen, gibt es in der Regel nie. Das heißt, man braucht fast immer eine Individualplanung. Und die ist nicht billig beim Fertighaus.
Wir haben uns dann letztendlich für einen Massivbauern nahe München entschieden. Im grossen und ganzen waren wir mit unserem dann gewählten Massivbauer zufrieden. Leider sind ein paar Dinge aber auch schlecht gelaufen. Wenn ich diese Dinge alle detailliert aufzählen würde, dann könnte ich wahrscheinlich ein Buch schreiben. Einmal wurde ein ganzer Balkon vergessen, der auch nachträglich nicht wieder in der Form anzubringen war. Der Dachdecker hat einfach das Dach mit einer Dachpfanne ohne Absprache aufs Haus gelegt, die wir nicht bestellt hatten. Wir mußten etwa nach Einzug in das Haus etwa 2 Monate auf den Einbau der Türen warten, einfach weil die Architektin oder der Bauträger es verschlampt hatten, die Türen zu bestellen. Das Rohr für die Dunstabzugshaube wurde mit der falschen Grösse eingelegt, weil Architektin und Küchenbauer die Daten für die Masse nicht weitergegeben haben. Beim Treppenbauer hat es ewig gedauert, bis letztendlich das Geländer zum Erdgeschoss eingebaut wurde. Eigentlich hätten wir bis über ein Jahr nicht einziehen dürfen, weil es über ein Jahr gedauert hat, bis das Geländer zum Keller letztendlich eingebaut wurde. Es hätte jederzeit ein Kind hier mit schweren Folgen hier herunterfallen können. Darauf haben wir den Bauträger mehrfach hingewiesen. Passiert ist aber lange Zeit nichts. Das Haus wurde über ein halbes Jahr vom Schornsteinfeger nicht abgenommen, weil die ausgeführten Trockenwände vom Abgasrohr zur Therme nicht in der in Bayern vorgeschriebenen Brandschutzklasse ausgeführt waren. Auch das hat viel Nerven gekostet. Es bedeutet ewig viel Telefonate mit dem Bauträger und Architektin und Trockenbauer bis endlich etwas passiert. Letztendlich hat es dann eine andere Trockenbaufirma ausgeführt. Der Verputzer hat den Spalt zwischen Putz und Estrich einfach vergessen. Da in unserem Fall eine Fussbodenheizung vorliegt, und der Estrich zuerst gelegt wurde, ist hier ein Dehnungsspalt zwingend. Davon hatte der Verputzer scheinbar nie etwas gehört. Da mußte man sich wirklich die Frage stellen, wer ist hier eigentlich der Profi? Die Bauzeiten haben sich unnötig verlängert, da monatelang keine Bautreppe aufgebaut werden konnte. Es wurde von der Architektin versäumt, dafür zu sorgen, das der Gastank vor dem Winter in der Erde versenkt wird und die Gasleitung gelegt wurde. Das hatte zur Folge, da wir 2005 einen extrem harten und langen Winter hatten, dass alle Arbeiten am Haus fast 4 Monate geruht haben.
Als Fazit kann ich nur anderen den Rat geben, mit dem Bauträger einen Zahlungsplan bzw. in dem Zahlungsplan Ausführungszeiten festzuhalten. Und hier muß eindeutig klar sein, dass die Raten nur gezahlt werden müssen, wenn die Arbeiten auch korrekt und vollständig ausgeführt wurden. Bei unserem Bau war auch sehr ungünstig die Kombination Bauträger und Architektin. Der Bauträger hat eine freie Architektin engagiert, die mit der kompletten Bauüberwachung beauftragt war. Für die Architektin war das nur eine lästige Aufgabe, der sie nur selten nachgekommen ist. Sprich, sie war fast nie auf der Baustelle. Was dann passiert, wenn die Bauüberwachung nie auf der Baustelle ist, kann sich jeder vorstellen... .Das schlimmste konnten wir allerdings verhindern, weil wir eigentlich täglich uns vor Ort über den Bauablauf informiert haben. Wenn es Probleme gab, hat der Bauträger immer nur gesagt: "Sie haben doch eine Architektin." Wenn man die Architektin zu einem Thema um Stellungnahme gebeten hatte, war der übliche Spruch: "Ich weiss nicht was sie mit dem Bauträger ausgemacht haben!" Die Architketin hatte überhaupt keine Ahnung, was in dem eigentlichen Auftrag von Bauherr und Bauträger enthalten war. Das hat uns viel Ärger eingebracht und Nerven gekostet. Der Entwässerungsplan wurde letztendlich erst am letzten Tag unter Androhung von Strafe von der Architektin beim Amt eingereicht. Zuvor wurden wir angelogen und uns und dem Bauträger erzählt, dass der Plan schon beim Amt vorliegt. Das war aber nicht der Fall. Der eine hat es auf den anderen abgewälzt und am Ende ist einfach nichts passiert und keiner hat sich um uns gekümmert. Die diletantische Planung zeigte sich auch an der Tatsache, dass erst Monate nach Einzug der Stromkasten von einer Firma abgeholt wurde. Obwohl wir die Archetektin mehrfach darauf hingewiesen hatten, das da noch ein Kasten steht. Die Verwunderung von uns war dann sehr gross, als wir dann nach einiger Zeit eine Rechnung von über 1000 Euro bekommen hatten von einer Geräteverleihfirma, deren Namen wir vorher noch nie gehört hatten. Die Architektin hatte ohne unser Wissen und unsere Vollmacht einfach einen solchen Kasten für Strom bestellt. Wir sind davon ausgegangen, dass der Kasten vom Bauträger gestellt wäre. Ein solcher Kasten läßt sich übrigens bei ebay leicht für 200 - 400 Euro ersteigern und den kann man dann weiter verkaufen.
Negativ war auch, dass von seiten des Bauträgers sehr ungenau mit den Kosten für den Bau umgegangen wurde. Der vom Bauträger für uns ausgerechnete Preis wurde um Einiges übertroffen. Zum Beispiel wurden wir nicht darauf hingewiesen, dass wir die Baugrube entwässern müssen. Das ist in der Münchner Gegend üblich und gerade wenn wir schon sagen, dass unser Grundstück nahe dem Fluss Maisach liegt, muss es für einen Profi klar sein, dass hier eine Entwässerung wahrscheinlich notwendig ist. Da wir vorher auf diese Notwendigkeit nicht hingewiesen wurden, konnten wir uns im Vorfeld auch nicht um einen günstigen Anbieter kümmern. Die zwei Angebote, die wir dann bekommen haben, waren einmal sage und schreibe 6800 Euro. Der Zweite wollte 5800 Euro haben. Den konnten wir auf 5000 Euro herunterhandeln. Das war aber auch kein Schnäppchenpreis für eine Pumpe mit einem Schacht, die 14 Tage läuft. In keinem Finanzierungsplan tauchten diese Kosten auf. Auch wurde sehr ungenau mit den anderen Kosten umgegangen wie Grunderwerbssteuer, Vermessungsamt, Notar, Grundbuch, Anschlusskosten Wasser, Strom, Entwässerung, Gas. In der Regel lagen die echten Kosten viel höher, als das was der Bauträger uns vorher ausgerechnet hatte.
Als Tipp für alle anderen möchte ich jeden anderen darauf hinweisen, sich vorher die Kosten des Hauses mit den einzelnen Gewerken genau aufschlüsseln zu lassen. Das hat in unserem Fall der Bauträger geschickt geschafft zu umgehen. Wenn man dann später ein Gewerk wieder aus dem Preis herauslösen möchte, hat unser Bauträger sich zwar darauf eingelassen, aber man hat eigentlich nur ein Bruchteil von dem wieder herausbekommen, was vorher der Bauträger dafür verlangt hat. Man macht dann also so oder so ein Minusgeschäft und der Bauträger gewinnt immer. Das Ziel vom Bauträger ist es immer seine Angaben so ungenau wie möglich zu halten. Bei der Auswahl der Ausführungsobjekte wundert man sich dann immer bei der Bemusterung, dass man immer in die Ecke geführt wird, wo das billigste steht. Wir haben dann schon immer gewußt, was wir zur Auswahl haben. Oder, wenn man damit nicht zufrieden ist, bedeutet das natürlich Aufpreis.

Aber was solls? Wir sind drin, in unserem eigenen Haus :-) Am Ende ist dann doch alles gut gegangen. Viel Glück für alle anderen, die das Gleiche vorhaben.

Hausbau 2005 und beim Bau unser in Der Wunsch zum des eigenen Hauses war bei eigentlich immer schon da uns hatte was auf an Kosten würde bzw das Haus ist der Plan geworden Zeitpunkt für es dann ein zu kaufen Wir wollten damit den grossen ß rger Als wir aber haben bekommen können klar sich etwas als auch so nicht wird Da nur oder nie Ich sage Bayern die Frage nach dem von Fertighaus sein Leider muß ten dass einem Regel um bis höher lagen Massivbauern Bauträger Fertighausbauer mit sehr hatten Sprich Angebote waren wurde einer Ein hat vom Massivbauer gekostet Den günstigen Das t man fast eine Und letztendlich einen nahe unserem zufrieden sind Dinge Wenn ich diese alle wahrscheinlich vergessen wieder einfach ohne gelegt bestellt etwa Einzug Monate Türen weil Architektin ewig gedauert Geländer eingebaut über Jahr Es hier mehrfach hingewiesen Zeit nichts zur ausgeführt Auch viel Nerven bedeutet passiert Verputzer Estrich Fall vorliegt gehört Profi Die keine werden dafür vor Winter Arbeiten am kann anderen Zahlungsplan müssen wenn wurden Bei Bauüberwachung sie Baustelle konnten doch erst Amt Ende darauf noch Kasten steht Euro vorher Strom ungenau umgegangen Preis Entwässerung In wie möchte Auswahl